Studienauftrag Fatzerareal Romanshorn

8590 Romanshorn

Bauherrschaft
privat

Wettbewerb2014

Das ortsbauliche Konzept basiert auf dem Grundsatz, die vorgefundenen Strukturen fertig zu bauen und sinnvoll zu ergänzen, gleichzeitig jedoch der zeitgemässen Forderung nach Verdichtung innerstädtischer Gebiete gerecht zu werden und spannungsvolle Räume unterschiedlicher Dichte zu erzeugen. Das Areal wird in seinen Randbereichen(Salmsacherstrasse – Friedhofsalle) mit Längsbauten parallel zu den Strassenzügen räumlich geschlossen, um im damit gebildeten‚Innenhof’ einen Raum mit kleineren Gebäuden geringerer Dichte und gemeinschaftliche Aussenräume zu erhalten. Die Längsbauten bestehen aus additiven Elementen, welche 3 und 5-geschossigund zueinander versetzt sind, um einen massstäblichen Bezug zu den angrenzenden Gebäuden zu schaffen. Die Gebäude sind in Anlehnung an die Gründerzeitgebäude klassisch gestaltet und erhalten eine verputzte Fassade.

Im Innenhof werden die drei umgrenzenden Strukturen, sowie die bestehenden Gebäude (Halle und Mutterhaus) durch zweidreigeschossige Gebäude räumlich miteinander verwoben. Die Gebäude werden über einen gemeinsamen halbprivaten Hofbereich erschlossen und sind in Anlehnung an die bestehende Industriehalle gestaltet, welche sanft zu Wohn- oder Atelierlofts umgenutzt wird. Eine schlichte, geschichtete Fassadengliederung und eine hinterlüftete Wandverkleidung in Welleternit erinnern an die Industriegeschichte dieses Ortes. Sämtliche Wohnungen basieren auf einer einheitlichen Struktur, welche dem Ort oder der Nutzungsmischung angepasst wird. Die Eigentumswohnungen würden bevorzugt an der Friedhofallee, die Mietwohnungen an der Salmsacherstrasse und im Innenhof (v.a. Familien) vorgeschlagen. Alle Neubauten sind direkt von der unterirdischen Sammelgarage erreichbar, welche von der Salmsacherstrasse doppelspurig erschlossen ist.